Wo in der Kanzlei die Zeit hingeht
Bei kleinen Mandaten entsteht der Aufwand selten beim Buchen selbst. Er entsteht davor und danach: Belege einsammeln, Nachreichungen anmahnen, fehlende Kontoauszüge anfordern, dieselben Grundsatzfragen zu UVA, SVS und Reverse Charge beantworten — jedes Quartal, pro Mandant. Ein Werkzeug, das nur die Erfassung beschleunigt, löst davon die Hälfte. Deshalb vergleichen wir hier nicht nur Funktionen, sondern den gesamten Workflow zwischen Mandant und Kanzlei.
Worin sich die beiden unterscheiden
Supercount AI (Linz, gegründet 2025) ist ein KI-Workspace für Steuerkanzleien und Bilanzbuchhalter ab etwa fünf Mitarbeitern: Belege werden per Computer Vision erfasst und mit rund 95 % Genauigkeit kontiert, ein KI-Assistent („Luca“) beantwortet Fragen in natürlicher Sprache, Module für Belegverbuchung, E/A-Rechnung und Bilanzierung (Beta) sind an BMD und DATEV angebunden. Mandanten geben Belege über ein Portal ab (Lizenzen je Paket). Preise laut Website: 490 € (Startup), 1.290 € (Pro), 3.490 € (Premium) pro Monat, Enterprise ab 6.990 €, mit Buchungs-Credits je Paket. Laut Presse im Juni 2026 bei 25 Kanzleien.
useAccount.AI ist die Accounting Inbox: Jeder Mandant bekommt eine eigene Inbound-Adresse und leitet Rechnungen einfach weiter — oder fotografiert Papierbelege. Erfassung, Kontierung und Buchung passieren automatisch, unsichere Fälle warten in der Review-Liste. Die Kanzlei sieht alle Mandanten mit einem Login und exportiert den Buchungsstapel nach BMD oder DATEV. Der Mandant sieht in seinem eigenen Zugang, was gebucht, offen und fällig ist — die Erinnerungs- und Erklärmails aus der Kanzlei entfallen. Preis: 30 € pro Mandant und Monat, ab dem 21. Mandanten 21 €, kein Minimum, kein Credit-Kontingent.
Kurz: Supercount AI beschleunigt die Arbeit in der Kanzlei. useAccount.AI reduziert, was überhaupt in die Kanzlei kommt — statt Belegstapel und Rückfragen eine vorbereitete Buchhaltung.
Der Workflow im Vergleich — von der Rechnung bis zum Export
| Schritt | useAccount.AI | Supercount AI |
|---|---|---|
| Beleg kommt an | Der Mandant leitet die Rechnung aus seinem Postfach weiter oder fotografiert den Papierbeleg — an seine persönliche Inbound-Adresse. Kein Login, kein Upload, nichts zu benennen. | Der Mandant lädt Belege im Mandantenportal hoch oder die Kanzlei erfasst sie über E-Mail-Postfach, Upload oder Scan. Der Mandant braucht ein Portal-Login (Lizenzen je Paket). |
| Erfassung und Kontierung | Automatisch: KI-Extraktion ohne Vorlagen, Kontierung nach österreichischem Kontenrahmen inkl. Reverse Charge, IG-Erwerb, Fremdwährung, 50 % Bewirtung. Konfidenzwert je Buchung; Unsicheres wartet in der Review-Liste. | KI-Kontierung „95 % genau“ inkl. Steuersatz-, Wechselkurs- und Reverse-Charge-Prüfung; Buchung im Kanzleisystem nach Freigabe durch den Mitarbeiter. Verbrauch von Buchungs-Credits. |
| Fehlende Belege, Rückfragen | Der Mandant sieht in seinem eigenen Zugang, was gebucht, offen und fällig ist — und was fehlt. Die Kanzlei schreibt keine Erinnerungsmails. | Portal mit Self-Service; ob der Mandant fehlende Belege und Fälligkeiten selbst sieht, ist nicht öffentlich dokumentiert. Erinnerungen bleiben Kanzleiaufgabe. |
| Grundsatzfragen des Mandanten | Ein geführter Modus erklärt UVA, SVS und Kleinunternehmerregelung in einfachen Worten, auf Deutsch und Englisch, mit To-do-Liste und Fristen. Die Kanzlei bekommt die fachlichen Fragen, nicht die Grundsatzfragen. | Der KI-Assistent hilft dem Kanzleimitarbeiter, nicht dem Mandanten. Grundsatzfragen des Mandanten landen weiterhin in der Kanzlei. |
| Bankabgleich | Kontoauszug-Upload (CAMT/CSV/PDF, jede Bank), Zuordnung zu offenen Posten wird vorgeschlagen, Mandant oder Kanzlei bestätigen. | Nicht öffentlich dokumentiert (Website nennt „Matching“ von Transaktionen). |
| Prüfen und exportieren | Ein Login für alle Mandanten, Review-Liste, vorbereitete UVA mit U30-Kennzahlen, Buchungsstapel-Export nach BMD oder DATEV. Audit-Trail zeigt, wer gebucht hat. | Prüfung im Supercount-Workspace, Übergabe per BMD-/DATEV-API; Bilanzierungs-Modul in Beta. |
| Was der Mandant lernen muss | Nichts. Weiterleiten. | Das Portal. |
Funktionsvergleich
| useAccount.AI | Supercount AI | |
|---|---|---|
| Wer ist Kunde | Kanzlei (Advisor-Konto) oder Unternehmer direkt | Kanzlei; Mandanten nur über das Portal |
| Belegzufuhr durch den Mandanten | ✓ E-Mail-Weiterleitung oder Foto, ohne Login | Portal-Upload; Kanzlei: E-Mail-Postfach, Upload, Scan |
| KI-Kontierung nach österreichischem Kontenrahmen | ✓ Konfidenzwert, Review-Liste, lernt pro Lieferant | ✓ „95 % genaue Belegkontierung“, Credits je Paket |
| Mandant sieht selbst, was gebucht, offen und fällig ist | ✓ eigener Login, geführter Modus DE/EN, To-do mit UVA-/SVS-Fristen | Mandantenportal mit Self-Service, Umfang nicht öffentlich |
| Erinnerungs- und Erklärmails der Kanzlei entfallen | ✓ | — (nicht öffentlich) |
| Bankabgleich | ✓ Kontoauszug-Upload, jede Bank | nicht öffentlich dokumentiert |
| KI-Assistent für Kanzleimitarbeiter | — | ✓ „Luca“, natürliche Sprache |
| Bilanzierungs-Modul in der Kanzlei | — (Jahresabschluss in Ihrer Kanzleisoftware per Export) | ✓ Beta |
| Anbindung Kanzleisoftware | Buchungsstapel-Export BMD/DATEV je Mandant | BMD- und DATEV-API, auch neben RZL |
| Revisionssicheres Journal, Audit-Trail | ✓ append-only nach BAO §131, wer hat gebucht | Buchung im Kanzleisystem |
| Preis (exkl. USt) | 30 € pro Mandant/Monat, ab 21. Mandant 21 €, kein Minimum, monatlich kündbar | 490 € / 1.290 € / 3.490 € pro Monat, Enterprise ab 6.990 €; Credits und Portal-Lizenzen limitiert |
| Einstieg | 30-Minuten-Termin an einem echten Beleg, Test-Mandant bleibt | 180 Tage risikofreie Testphase laut Website |
Angaben zu Supercount AI laut supercount.ai und Presseberichten (trendingtopics.eu, brutkasten.com, meinbezirk.at), Stand September 2026, ohne Gewähr.
Wann Supercount AI die bessere Wahl ist
- Sie wollen die Erfassung für alle Mandate beschleunigen — auch große, bilanzierende Unternehmen mit hunderten Belegen im Monat.
- Ihre Mitarbeiter sollen mit einem KI-Assistenten direkt neben BMD, DATEV oder RZL arbeiten.
- Sie haben ein Rechnungswesen-Team ab etwa fünf Personen und ein Budget ab 490 € im Monat.
Wann useAccount.AI besser passt
- Ihr Zeitfresser sind die kleinen Mandate: Einzelunternehmer, Gründer, kleine GmbHs, die Belege lose liefern, Nachreichungen brauchen und Grundsatzfragen stellen.
- Sie wollen, dass der Mandant nichts bedienen muss — und trotzdem selbst sieht, was fehlt und was fällig ist.
- Sie wollen pro Mandant zahlen, ohne Mindestpaket und ohne Credits, und Ihre Kanzleisoftware unverändert lassen.
Beides zusammen?
Ja. Kanzleien, die die Erfassung bereits mit Supercount AI oder finmatics gelöst haben, nutzen useAccount.AI für das Segment der Kleinmandate: Dort wird useAccount.AI das führende System, die Kanzleisoftware bekommt Jahresabschluss und Archiv per Export. Für solche Kanzleien haben wir ein Referenzpartner-Modell — fünf Mandate, drei Monate, gemeinsam eingerichtet. Mehr dazu auf der Seite für Steuerberater.
30 Minuten, einer Ihrer echten Belege.
Wir zeigen Ihnen die Advisor-Umgebung live — wie aus einer weitergeleiteten Rechnung eine geprüfte Buchung wird, und was Ihr Mandant dabei sieht.
Termin buchenAlle Markennamen (Supercount AI, BMD, DATEV, RZL, finmatics) sind Eigentum der jeweiligen Inhaber und werden nur zu Vergleichszwecken genannt. useAccount.AI steht in keiner Verbindung zu Supercount AI. Preis- und Funktionsangaben: Stand September 2026, ohne Gewähr — maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.